Literatur
Aktionsrat Bildung: Bildungsgerechtigkeit, Jahresgutachten 2007
Adamek, Karl: Singen als Lebenshilfe
Bauer, Joachim: Lob der Schule
English, Fenwick W. / Hill, John C.: Vision einer Schule der Zukunft
Füller, Cristian: Schlaue Kinder, schlechte Schulen
Gribble, David: Schule im Aufbruch (Real Education - Varieties of Freedom)
Hardorp, Benediktus: Was muß der Staat für freie Schulen tun?
Hess, Frederick M.: Educational Entrepreneurship
Krampen, Ingo: Von der Privatschule zur Bürgergesellschafts-Schule
Kullak-Ublick, Henning: Erziehung zur Freiheit - in Freiheit
Liket, Theo M. E.: Freiheit und Verantwortung
Maurer, Mathias: Der Bildungsgutschein Finanzierungsverfahren für ein freies Schulwesen.
Maurer, Mathias: Wieviel Staat braucht die Schule?
Opielka, Michael: Bildungsreform als Sozialreform
Prause, Gerhard: Genies in der Schule
Prognos-Studie zur demografischen Entwicklung, Rückgang der Schülerzahlen, freiwerdende Gelder
Ramaswamy, Meinhard K.: Fremd- und Selbstbestimmung im Bildungswesen
Reheis, Fritz: Bildung contra Turboschule
Riegel, Enja: Schule kann gelingen
Schopp, Johannes H.: Eltern Stärken. Dialogische Elternseminare
Seitz, Hans / Capaul, Roman : Schulführung und Schulentwicklung
Spitta, Dietrich: Menschenbildung und Staat
Spitzer,Manfred: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens
Stirner, Max : Das unwahre Prinzip unserer Erziehung
Aktionsrat Bildung: Bildungsgerechtigkeit, Jahresgutachten 2007
VS-Verlag für Sozialwissenschaften
www.aktionsrat-bildung.de
Adamek, Karl: Singen als Lebenshilfe
Zur Empirie und Theorie von Alltagsbewältigung
244 Seiten
Verlag Waxmann, 2003
ISBN : 978-3-8309-1317-7
EUR: 28,00 (D) / 28,80 (A)
Wie wichtig ist Singen für den Menschen? Wann singen Menschen spontan? Warum und in welchen Situationen tun sie es? Wie und bis zu welchem Alter lernen sie es? Welche körperlichen und seelischen Potentiale entfaltet der einzelne durch ein auf ihn selbst bezogenes Singen und was bedeutet es für seine Entwicklung, wenn die Fähigkeit zu Singen im heutigen Lebensalltag langsam verkümmert und eine lebendige Alltagskultur des Singens vielen Anzeichen zufolge verlorengeht? In der vorliegenden Arbeit wird das Singen individualpsychologisch als alltägliches, aber wenig beachtetes, kaum gefördertes und weitgehend brachliegendes Verhalten anhand verschiedener empirischer Verfahren auf seine psychische Funktion und Lernbarkeit untersucht.
Bauer, Joachim: Lob der Schule
Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern
144 Seitent
Hoffmann u Campe Vlg GmbH, April 2007
ISBN: 3455500323
EAN: 9783455500325
Libri: 2801540
Was treibt junge Menschen dazu, Anstrengungen auf sich zu nehmen und Ziele zu verfolgen? Die Lösung dieses Rätsels wurde in unseren Schulen offensichtlich noch nicht gefunden. Denn warum scheitert ein immer größerer Teil der Kinder am Bildungsprozess, obwohl Lehrkräfte Schwerstarbeit im Klassenzimmer leisten? Der Neurobiologe, Mediziner und Psychotherapeut Joachim Bauer legt eine schonungslose Analyse vor. Seine Kritik gilt nicht nur jenen, die Politik für Familien als "Gedöns" und Lehrer als "faule Säcke" bezeichnet haben. Bauer zeigt moderne, auf neurobiologischen Erkenntnissen basierende Perspektiven auf, die in eine andere Richtung weisen als die bürokratischen Verschlimmbesserungen im Gefolge der Pisa-Studien. Wer in Kindern und Jugendlichen Motivation wecken will, muss gelingende Beziehungen mit ihnen gestalten können. Joachim Bauer zeigt, welche Konsequenzen sich daraus für Eltern, für Lehrer und deren Ausbildung, aber auch für die Schulpolitik ergeben.
Joachim Bauer ist Medizinprofessor und Psychotherapeut. Er ist sowohl für Innere Medizin als auch für Psychiatrie habilitiert. Für seine neurobiologischen Forschungsarbeiten erhielt er den renommierten Organon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie. Bauer leitet an der Abteilung für Psychosomatische Medizin der Uniklinik Freiburg als Oberarzt die dortige Ambulanz. Bauer ist wissenschaftlicher Leiter des Münchner "Instituts für Gesundheit in pädagogischen Berufen" und Projektleiter eines von der Bundesregierung unterstützen Schulprojektes in Südbaden. Bisher erschienen: "Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone", "Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren".
English, Fenwick W. / Hill, John C.: Vision einer Schule der Zukunft
Total Quality Education - Die Transformation von Schulen in Lernzentren
Aus der Reihe : Mit Kindern wachsen
160 Seiten
ISBN: 978-3-924195-60-1
Eur: 14,90 [D] / 15,40 [A]
Die Autoren übertragen konsequent Erkenntnisse der zeitgenössischen Managment-forschung auf die Schule und kommen so zu einem Ansatz, der alles in Frage stellt, was in der heutigen Schulpraxis üblich ist. Ein richtungsweisendes Buch für eine neue Lernkultur. Statt Noten, Klassen und Belehrung setzen die Autoren auf Kooperation und Eigeninitiative und stellen dem üblichen Klassenzimmer ein Lernfeld gegenüber, in dem jeder Schüler nach eigenem Interesse und Bedürfnis Erfahrungen sammeln kann. Qualitätssicherung in der Schule erhält durch dieses Buch eine völlig neue Dimension.
Füller, Christian: Schlaue Kinder, schlechte Schulen
285 Seiten
Dromer Knaur
ISBN: 3426274396
EAN: 9783426274392
Eur: 16,95
Der Kernsatz dieses Buches findet sich relativ weit am Ende und versteckt im Konjunktiv, als indirekte Wiedergabe eines Zitats. „Ein Recht auf Bildung würde die Beweislast umkehren. Der Staat wäre dann in der Pflicht, das Recht auch tatsächlich zu gewährleisten." Das tut er heute nämlich nicht. Im Gegenteil, er verhindert für viele Kinder den freien Zugang zur Bildung. Das ist irgendwie bekannt und fast schon eine Floskel des Alltags. Aber selten wurde es mit solcher Drastik und in so klaren Worten gebrandmarkt wie in Christian Füllers Buch „Schlaue Kinder, schlechte Schulen". Kostprobe: „Die Kultusminister besitzen keine Legitimation mehr. Denn sie sind seit 1948 nicht in der Lage, ihren Verfassungsauftrag zu erfüllen." Der besteht darin, dass nicht Herkunft, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung der Eltern für den Schulerfolg der Kinder ausschlaggebend sein dürften, sondern jedes Kind die gleiche Förderung genießt, dass jedes Kind dem Staat gleich viel wert ist.
Der Verdruss, der einen bei der hundertsiebzehnten Diskussion über das so miserable deutsche Schulsystem überkommt, wandelt sich beim Lesen des Buches in Empörung. Aber auch die Echauffierung all derer, die wissen, wie man das Schulsystem ganz leicht ändern kann, mutet nach der Lektüre nur lächerlich phrasenhaft an. Denn eigentlich ist Füllers Buch kein „Bildungsbuch", sondern eine Analyse des politischen Diskurses über das Bildungssystem, obwohl wohl kaum ein Autor so kenntnisreich und aus so reicher Anschauung schreiben kann wie der Bildungsjournalist Füller.
„Schlaue Kinder, schlechte Schulen" laboriert nicht an den Einzelbefunden, sondern zielt auf deren strukturelle Ursachen. Und was es folgert, verwirrt die Frontlinien der eingegrabenen bildungspolitischen Schlachtordnung.
Ein taz-ler fordert Privatisierung
Nicht das Schulsystem ist für den Bildungsmisserfolg deutscher Schüler verantwortlich, sondern der Staat für das Schulsystem. Daraus folgt für Füller nicht nur, dass sich das Schulsystem ändern muss, weg von der Dreigliedrigkeit, hin zu einer Schule für alle, sondern er zieht die radikalere Konsequenz: Das Bildungswesen muss privatisiert werden. Privatisiert, nicht kommerzialisiert, wohlgemerkt. Dennoch ein überraschender Vorschlag für einen Autor, der hauptberuflich bei der linksliberalen tageszeitung arbeitet. „Der Staat darf denen, die Schule machen wollen, keine Steine mehr in den Weg legen. Das bedeutet, er muss private Schulen mit denselben Zuschüssen versorgen. Und er muss es Bürgern mit Hilfe eines Systems von Gutscheinen ermöglichen, schlechten staatlichen Schulen den Rücken zu kehren", schreibt er.
Ein solcher Systembruch erfasst auch den Lehrerberuf. Füllers Beweislast-Umkehr mündet erfreulicherweise nicht in die übliche Lehrer-sind-faul-Schelte, verschließt aber auch die Augen nicht vor den Verschleißerscheinungen des Lehrerberufs und manchem Dünkel seiner Repräsentanten. Für Füller sind Lehrer Opfer. Opfer eines Systems, das Mut und Aufbruch verhindert und sie zu den Bestraften, nicht den Freunden oder Alliierten der Kinder macht. Den Lehrern die Würde zurückzugeben, das kann folglich nicht über eine Rückkehr verordneter Autorität führen, sondern über Eroberung einer neuen Freiheit des Berufs. Dieselbe Freiheit müssen auch die Schulen bekommen, die selbst für ihr Personal verantwortlich zeichnen sollten. Das schließt die Beschäftigung nicht-pädagogischer Fachkräfte ausdrücklich mit ein. Der Widerspruch der Gewerkschaften dürfte an dieser Stelle sicher sein. Doch die Logik ist nicht zu widerlegen. Wenn man Autorität erwerben und beweisen will, dann darf man sich nicht hinter Abschlüssen verstecken. Die Beispiele, die Füller bringt, zeigen, dass „Dritte" häufig für den frischen Wind der Veränderung an den Schulen gesorgt haben - und sich viele Lehrer der alten Schule gerade dadurch bedroht sahen.
Lehrer nicht mehr als „Dirigent", sondern als „Anreger" des Lernens, das bedeutet, eine andere Lernkultur zu entwickeln, die vor nichts Halt machen muss, was nur als gut gilt, weil es schon immer so war. Vom festgelegten 45-Minuten-Stundentakt über die Klassenzimmer, vom Kanon über die Anspruchshaltung der Eltern, von der Einheitlichkeit der Leistungsstärke bis zur Ausrichtung der Inhalte entlang ökonomischer Kriterien der Verwertbarkeit - alles könnte auch anders sein und vielleicht besser werden. Auch das Schulsystem. Füller schlägt eine neue Strategie vor, die alte Dreigliedrigkeit zu überwinden. Nicht eine ideologische, eine Neuauflage der siebziger Jahre, sondern eine pragmatische. Der Autor weiß: Nichts ist allein schon dadurch gelöst, dass Strukturen formal verändert werden und einen anderen Namen bekommen - aber keine Strukturen dürfen die neuen Lösungen behindern. Das ist so subversiv wie bestechend und vielleicht so langsam auch gesellschaftlich mehrheitsfähig.
In einem gewissen Sinn ist Füllers Buch altmodisch. Es ist durchdrungen von einem tiefen Humanismus. Es setzt auf die Menschen, nicht auf Systeme. Die Empörung, die in einem aufsteigt, wenn er auf den ersten hundert Seiten nochmals referiert, wie viele Kinder durch das staatliche Bildungssystem nicht nur nicht gefördert, sondern von einer Förderung ferngehalten werden, ist im Kern eine moralische. Sie fußt auf den Grundwerten, die eine Demokratie tragen. Das klingt nach Pathos. Es ist auch so gemeint. Ohne eine Rückbesinnung, nein, eine Neubegründung dieser Werte, wird sich ein wirklicher Wandel nicht vollziehen lassen. ROBERT HABECK
CHRISTIAN FÜLLER: Schlaue Kinder, schlechte Schulen. Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren - und warum es trotzdem gute Schulen gibt. Droemer, München 2008. 286 Seiten, 16,95 Euro.
Der Rezensent ist Schriftsteller und Landesvorsitzender der Partei Bündnis 90/ Die Grünen in Schleswig-Holstein.
Gribble, David: Schule im Aufbruch (Real Education - Varieties of Freedom)
301 Seiten
Arbor-Verlag, Oktober 2001
ISBN: 3-933020-09-3
ISBN: 3-924195-59-5
Ein Buch über Alternative Schulen von David Gribble.
Zwei Jahre lang bereiste David Gribble in der ganzen Welt Schulen mit alternativen Ansätzen - Schulen, bei denen der Respekt vor jedem einzelnen Kind im Mittelpunkt steht. Das Ergebnis seiner Reise ist dies außerordentlich ermutigende und inspirierende Buch. Schule im Aufbruch beschreibt Schulprojekte in England, Ecuador, Indien, Israel, Japan, Neuseeland, der Schweiz und den USA. Der Unterschied zwischen den beschriebenen Projekten ist erstaunlich, doch alle Erfahrungen zeigen, daß es Kindern wesentlich besser geht, wenn sie die Freiheit haben, Entscheidungen selbst zu treffen.
Schule im Aufbruch beweist, daß Disziplin, Curricula und Prüfungen der kindlichen Entwicklung hemmend gegenüberstehen. Was zählt, sind Achtsamkeit, Respekt und Freiheit.
Hardorp, Benediktus: Unternehmen Schule - zum Zusammenhang von Wirtschaftlichkeit, Selbstverwaltung und pädagogischem Handeln
in : Jach, F.-R., Jenkner, S. (Hrsg.): Autonomie der staatlichen Schule und freies Schulwesen: Festschrift zum 65. Geburtstag von J.P. Vogel
Duncker und Humboldt, Berlin 1998, S. 175-187
Derselbe: Schule als autonomes Unternehmen (Unternehmen Schule). In: ERZIEHUNGSKUNST 6/1996, S. 642 ff
Derselbe:Zur Idee des Bildungsgutscheines. In: ERZIEHUNGSKUNST, 12/99, S. 1399 ff
Hardorp, Benediktus: Was muß der Staat für freie Schulen tun?
Eintrag in Dreigliederung des sozialen Organismus - Eine Bibliographie
in: Das Goetheanum, 73.Jg., 1994, Nr.22, S.260
Herausgegeben durch die Sozialwissenschaftliche Forschungsgesellschaft Stuttgart, 1994
Bericht über drei Verfassungsbeschwerden der Waldorfschulen mit dem Ziel um Anerkennung ihrer pädagogischen Eigenart.
Hess, Frederick M.: Educational Entrepreneurship
Realities, Challenges, Possibilities
Harvard / Cambridge, 2006
ISBN: 1891792261
ISBN10: 1891792253
ISBN13: 9781891792250
Krampen, Ingo: Von der Privatschule zur Bürgergesellschafts-Schule
Eintrag in Dreigliederung des sozialen Organismus - Eine Bibliographie
in: Erziehungskunst, 58.Jg., 1994, Nr.10, S. 999-1004
Herausgegeben durch die Sozialwissenschaftliche Forschungsgesellschaft Stuttgart, 1994
Zur Frage, ob die Waldorfschule Vorreiter für die Bürgergesellschafts-Schule sein kann.
Kullak-Ublick, Henning: Erziehung zur Freiheit - in Freiheit
160 Seite / 15 farb. Abb.
ISBN 3-926841-94-X
Eur: 10,00
Mit Beiträgen von Manfred Borchert, Ute Erdsiek-Rave, Irene Fröhlich, Gregor Gysi, Bernd Hadewig, Benediktus Hardorp, Johannes Kiersch, Henning Kullak-Ublick, Stefan Leber, Harm Paschen, Heide Simonis, Johannes Stüttgen, Christoph Strawe, Peter Struck, Johann Peter Vogel, Sybille Volkholz
Liket, Theo M. E.: Freiheit und Verantwortung
Das niederländische Modell des Bildungswesens
297 Seiten
Verlag Bertelsmann Stiftung, 1993
ISBN: 3-89204-118-0
In den Niederlanden haben moderne Management-Methoden auch ind ie Bildungspolitik Einlass gefunden. Während die staatliche Regulierung zurückgenommen wird, erhalten die einzelnen Bildungseinrichtungen zunehmend mehr Autonomie. Freiheit und Verantwortung - das ist das Spannungsfeld, in dem sich Theo M.E. Likets theoretische, vor allem aber auch an der Praxis des Unterrichts orientierte Studie bewegt. Liket Analyse der Dynamik und Differnzierung des niederländischen Bildungswesens setzt Impulse für Reformen im internationalen Maßstab.
Maurer, Mathias: Der Bildungsgutschein - Finanzierungsverfahren für ein freies Schulwesen
Eintrag in Dreigliederung des sozialen Organismus - Eine Bibliographie
1992, Erziehungskunst, 56.Jg., 1992, Nr.1, S.44-52
Zum Bildungsgutschein und seiner Geschichte. II.Einzelne Mekrmale von Gutscheinsystemen. III.Vor- und Nachteile von Bildungsgutscheinen. IV.Das Gutscheinsystem der Jencks-Commission. V.Das Gutschein-Experiment von Alim-Rock. VI.Bildungsgutschein und europäisches Schulwesen.
Maurer, Mathias: Wieviel Staat braucht die Schule?
Eintrag in Dreigliederung des sozialen Organismus - Eine Bibliographie
in: Erziehungskunst, 58.Jg., 1994, Nr. 7/8, S. 748-754
Herausgegeben durch die Sozialwissenschaftliche Forschungsgesellschaft Stuttgart, 1994
Bericht vom europäischen Bildungforum in Bern Ende Mai 1994.
Opielka, Michael: Bildungsreform als Sozialreform
Zum Zusammenhang von Bildungs- und Sozialpolitik
Aus der Reihe: Perspektiven der Sozialpolitik
157 Seiten / 3 Abb., 4 Tab. Br.
2005
ISBN: 978-3-531-14853-3
Zum Zusammenhang von Bildungs- und Sozialpolitik
Die Bildungspolitik ist Bestandteil eines zeitgemäßen Konzeptes von Sozialpolitik. Was in der angloamerikanischen Welt seit langem wissenschaftlich geläufig ist, wird seit dem "PISA-Schock" auch in Deutschland unabweisbar. Kein anderes OECD-Mitgliedsland hat ein Bildungssystem, das soziale Ungleichheiten mehr verstärkt anstatt zur Chancengleichheit beizutragen. In diesem Band diskutieren Wissenschaftler den Zusammenhang von Bildungs- und Sozialpolitik nicht nur analytisch, sondern in sozialreformerischer Absicht. Die Themen der Beiträge sind der Bildungsbegriff selbst, Konsequenzen des "PISA"-Diskurses, Bildungsarmut, Bildungsungleichheit, Vorschulbildung, Ganztagsschulen und der Zusammenhang von Hochschul- und Arbeitsmarktpolitik.
Mit Beiträgen von Michael Opielka, Birgit Sandkaulen, Michael Winkler, Jutta Allmendinger, Wolfgang Böttcher, Ursula Rabe-Kleberg, Thomas Rauschenbach, Gert G. Wagner
Dr. Michael Opielka ist Professor für Sozialpolitik an der Fachhochschule Jena, Visiting Scholar an der University of California at Berkeley, School of Social Welfare und Lehrbeauftragter an der Universität Bonn.
Prause, Gerhard: Genies in der Schule
Legende und Wahrheit. Einstein. Freud. Marx. Nietzsche. Leibniz. Luther. Kafka. Darwin. Schiller und 100 andere
Reihe: Hochbegabte
http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-0105-5
312 Seiten, Bd. 9, 2006
ISBN: 3-8258-0105-5
EUR: 19.90
Genialität setzt sich immer durch. Cäsar, Descartes, Leibniz, Kant, Hegel, Mozart, Lenin, Freud, Einstein oder Hofmannsthal - über einhundert Große der Weltgeschichte - "berichten" hier ihre Schulerlebnisse: ihre Schwierigkeiten und Probleme, aber auch von der Freude am Lernen, von der Begegnung mit der Wissenschaft, von der Gier nach neuen Erkenntnissen. Neben der Kindheit und Schulzeit berühmter Persönlichkeiten spiegelt sich in Gerhard Prauses Buch die historische Entwicklung des Bildungsideals: von den Gymnasien des antiken Griechenlands über die mittelalterlichen Klosterschulen und die ersten Universitäten bis in unsere Gegenwart.
Prognos-Studie zur demografischen Entwicklung, Rückgang der Schülerzahlen, freiwerdende Gelder
http://www.prognos.com/data/d//news/1153147540.pdf
Ramaswamy, Meinhard K.: Fremd- und Selbstbestimmung im Bildungswesen
Eintrag in Dreigliederung des sozialen Organismus - Eine Bibliographie
in: Erziehungskunst, 58.Jg., 1994, Nr. 1, S. 11-19
Herausgegeben durch die Sozialwissenschaftliche Forschungsgesellschaft Stuttgart, 1994
Aspekte einer Neuordnung des Bildungswesens. Selbstbestimmung statt Bevormundung. Das unternehmerische Prinzip im kulturellen Leben. Ursprung und Ziel ist soziale Erneuerung.
Reheis, Fritz: Bildung contra Turboschule
Ein Plädoyer
224 Seiten
1. Auflage erscheint: 2007
Verlag HERDER spektrum, Band 5931
ISBN: 978-3-451-03008-6
EUR: 14,90 / CHF: 27.30
Fritz Reheis, Publizist und langjähriger Lehrer, sorgt für Zündstoff: Wissen, das die Schulen vermitteln, ist Wegwerfwissen. Es ist Fastfood, schnell gegessen, schnell vergessen. Echte Bildung - Wissen, das Zusammenhänge erkennt und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann - braucht Zeit!
Riegel, Enja: Schule kann gelingen
Bundeszentrale für Politische Bildung <Bonn>: Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung
ISBN 3-89331-549-7
Schule kann gelingen - Enja Riegel macht es vor. Sie war jahrelang Direktorin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, einer Schule, die eine überdurchschnittliche Platzierung im internationalen Schulvergleich erreicht hat und heute als internationale Wallfahrtsstätte für Reformpädagogen gilt. Mit innovativen Methoden, großer Kreativität und Disziplin hat Riegel ein ungewöhnliches Modell für die Schule von Morgen entwickelt.
Sie erzählt von ihren Erfahrungen und gibt konkrete Beispiele, die anschaulich illustrieren, wie sie es geschafft hat, dass ihre Schüler mit Spaß und Freude "wirklich fürs Leben lernen". Keine graue Theorie, sondern tatsächliche und bewährte Lebenspraxis. Ein Buch, das uns alle angeht.
Verlag Barbara Budrich (Leverkusen) 2005
ISBN: 3-938094-01-X
EUR: 18,80
Was brauchen Eltern heute, um den Herausforderungen im Zusammenleben mit ihren Kindern gewachsen zu sein? Der Autor entwirft in die sem Buch über eine Pädagogik des Dialogs Schritte für eine neue Erziehungs- und Lernkultur. "Eltern Stärken" wendet sich in erster Linie an all jene, die mit Eltern arbeiten - ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen etc. - aber auch an interessierte Eltern. "Eltern Stärken" erreicht Eltern auf einer Ebene, die es ihnen ermöglicht, starke Partner für ihre Kinder zu sein. Während andere Autoren die "Erziehungskatastrophe" beschwören, belegt dieses Buch, dass alle Eltern ihre Stärke bereits in sich tragen, dass sie sie nur wieder finden müssen.
Johannes Schopp - Jahrgang 1954. Vater zweier erwachsener Kinder, Erwachsenenbildner, Dialogprozess-Begleiter (Facilitator), Ausbildung von Dialogbegleitern in der Elternbildung, Entwicklung des Konzeptes "Eltern Stärken", Diplom Sozialarbeiter, Weiterbildungen u. a. in systemischer Familientherapie, New Identity-Process, Referent für Elternbildung im Jugendamt Dortmund, Autor.
Seitz, Hans / Capaul, Roman: Schulführung und Schulentwicklung
Theoretische Grundlagen und Empfehlungen für die Praxis
660 Seiten / 120 Abbildungen, 63 Tabellen
2., überarbeitete Auflage 2007
ISBN: 978-3-258-07260-9
EUR: 52.00 / CHF: 78.00
Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Ausbildung von Schulleitungen und auf Basis des Neuen St.Galler Management-Modells haben Hans Seitz und Roman Capaul ein eigenes Schulmodell entwickelt. Ihr Werk zeigt dem Leser, der Leserin grundlegende Zusammenhänge auf, beantwortet Fragen der Schulführung und enthält viele praktische Handlungsempfehlungen.
Das Buch deckt die wesentlichen Aspekte der Schulführung ab und enthält folgende Teile:
- Teil I: Grundlagen (Einführung, St.Galler Schulmodell)
- Teil II: Außenwelt der Schule (Anspruchsgruppen)
- Teil III: Ordnungsmomente der Schule (Strategie, Struktur, Kultur)
- Teil IV: Prozesse in der Schule (Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse)
- Teil V: Entwicklungsmodi der Schule (Optimierung, Schulinnovation) Die Einzelkapitel sind einheitlich gegliedert:
Grafik des Schulmodells zur Orientierung - Einleitung und Leitfragen - Ausführungen (Hauptteil) - Schlussfolgerungen und Empfehlungen - Literaturverzeichnis
Spitta, Dietrich: Menschenbildung und Staat
Das Bildundsideal Wilhelm von Humboldts angesichts der Kritik des Humanismus
222 Seiten
Mayer, Stuttgart, Mai 2006
ISBN-10: 3932386922
ISBN-13: 978-3932386923
Die Frage nach dem Wesen des Menschen und dem Ideal menschlicher Bildung hat Zeit seines Lebens das Denken Wilhelm von Humboldts maßgebend bestimmt. Bereits in seiner Jugendschrift über die Grenzen der Wirksamkeit des Staates hat er ausgeführt, dass die Verwaltung des Bildungswesens nicht zu den Aufgaben des Staates gehören darf, da sie mannigfaltige Nachteile für die Bildunge des Menschen mit sich bringt. In der kurzen Zeit seines Wirkens als Leiter der Kultus- und Unterrichtsangelegenheiten in Preußen in den Jahren 1809/10 hat er grundlegende Ideen über die Gestaltung des Schulunterrichts und des Universitätsstudiums entwickelt, die auch für unsere Zeit richtungsweisend sein können.
Da das Humanistische Bildungsideal Humboldts von verschiedenen Seiten infrage gestellt wird, setzt sich Dietrich Spitta beispielhaft mit Humanismus-Kritikern wie Heinrich Weinstock, Theodor Litt und Peter Sloterdijk kritisch auseinander und zeigt anknüpfend an Martin Heidegger und Rudolf Steiner, wie dieses Bildungsideal mehr denn je aktuell ist und für unser Bildungswesen und seine Verhältnis zum Staat furchtbar gemacht werden kann.
Spitzer, Manfred: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens
512 Seiten
Spektrum Akademischer Verlag, September 2006
ISBN-10: 3827417236
ISBN-13: 978-3827417237
Lernen findet im Kopf statt. Was der Magen für die Verdauung, die Beine für die Bewegung oder die Augen für das Sehen sind, das ist das Gehirn für das Lernen. Daher sind die Ergebnisse der Gehirnforschung für das Lernen so wichtig wie die Astrophysik für die Raumfahrt. Manfred Spitzer, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm, Professor für Medizin, Diplompsychologe und promovierter Philosoph hat - angeregt durch seine Erfahrungen im Baden-Württembergischen Bildungsrat und als Experte bei einer Anhörung zur PISA-Studie im Bundesrat - dieses Buch für einen breiten Leserkreis von Menschen geschrieben, die mit Lernen und Lernenden zu tun haben: Eltern, Lehrer, Schüler, Bildungspolitiker und alle, der seine Lernmaschine im Kopf verstehen und einsetzen möchte. Spitzers Buch ist ein Plädoyer gegen Vorurteile: "Schüler sind nicht dumm, Lehrer sind nicht faul und unsere Schulen sind nicht kaputt. Aber irgendetwas stimmt nicht." Träumen wir nicht alle immer noch vom Nürnberger Trichter, der uns Lernen ohne Mühe verheißt, uns alles eintrichtert, was wir hören? Aber was wäre, wenn unser Gehirn tatsächlich alles so aufnehmen würde wie der Nürnberger Trichter, wenn auch aller Unsinn, den wir hören, gelernt würde? Was wäre, wenn wir Fremdsprachen im hohen Alter so leicht lernen würden, wie wir als Kinder die Muttersprache lernen? Und warum ist es gar nicht zu bewerkstelligen, Lernen aus dem Leben zu verbannen? Und wenn Lernen unvermeidliche ist, gibt es dann so etwas wie eine Gebrauchsanleitung zur Lernmaschine in unserem Kopf? Spitzer's Buch kann als Ansatz dazu gelesen werden.
Stirner, Max: Das unwahre Prinzip unserer Erziehung
Oder: Der Humanismus und Realismus
Rudolf Geering Verlag
ISBN 3-7235-0983-5
